Besichtigung des Jahrhunderts

Die Geschichte der ABG FRANKFURT HOLDING  reicht von den Anfängen der Industrialisierung, über den Wiederaufbau hin zur Energiewende

Die Geschichte der ABG FRANKFURT HOLDING ist in den vergangenen 123 Jahren stets ein Teil der Stadtgeschichte Frankfurts gewesen. Die großen Herausforderungen der jeweiligen Zeiten ließen sich allein mit dem fachlichen Wissen, der innovativen Inspiration und dem sozialpolitischen Gespür der Verantwortlichen meistern: So ist das Unternehmen immer wieder Motor für die Entwicklung der Stadt gewesen. Das Kapitel zur Geschichte der ABG FRANKFURT HOLDING und der Konzerngesellschaften zeichnet diese Entwicklung nach.  

  • Industrialisierung und Wohnungsnot: Im späten 19. Jahrhundert leben die „unteren Klassen“ in erbärmlichen Verhältnissen. Ab 1890 baut die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen (ABG) soziale Wohnungen.
  • Weimarer Jahre - ABG wird städtisches Unternehmen: 1922 wird die ABG an die Stadt Frankfurt verkauft. Der Wohnungsbau wird rationalisiert. Es entstehen moderne Siedlungen wie „Zick-Zack-Hausen“ oder die Goldstein-Siedlung.
  • 30er Jahre - „Volkswohnungen“ für Selbstversorger: Schluss mit dem „neuen Frankfurt“: Statt Bauhaus-Stil ist in dieser Zeit in Frankfurt die „Volkswohnung“ mit einem Garten zur Selbstversorgung städtebauliches Ideal.
  • Trümmer, Improvisation und Geburtsstunde der FRANKFURTER AUFBAU AG: 1945 sind viele Liegenschaften der ABG zerstört. Die Mieter müssen improvisieren. Die FAAG führt Regie beim „Bizonalen Bauprogramm“.
  • Wiederaufbau und systematischer Wohnungsneubau: Mit der Währungsreform 1948 kommt der Frankfurter Wohnungsbau wieder in Schwung. Streit um die neue Innenstadt: „Historische“ Rekonstruktion oder Moderne Bebauung?
  • 1951: Gründung der WOHNHEIM GmbH mit dem sozialen Auftrag, Notunterkünfte nach und nach aufzulösen und breite Bevölkerungskreise, insbesondere Alleinstehende, mit Wohnraum zu versorgen
  • Wirtschaftlicher Aufschwung, Hochhäuser und Trabantenstädte: Hochausbau in den 60er und 70er Jahren - mit Bauen im Akkord wird Wohnraum für Tausende hochgezogen. Aus heutiger Sicht der stadtplanerische Sündenfall. Im Westend kämpfen Hausbesetzer für bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt.
  • Bestandserhaltung, Weiterentwicklung und Stadteilerneuerung: Seit den 80er Jahren wird konsequent in den Bestand investiert. Städtische Gesellschaften revitalisieren erfolgreich Frankfurter Quartiere.
  • Mit innovativen Konzepten für die Zukunft gerüstet: Seit 1991 managt die ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft alle kommunalen Wohnungsunternehmen der Stadt Frankfurt am Main. Heute setzt der Konzern auf Energieeinsparung und soziale Wohnkonzepte.
  • 2001: ABG FH baut erstes Passivhaus im Geschosswohnungsbau: Mit "Wohnen bei St. Jakob" in der Grempstraße in Bockenheim entstehen in Frankfurt erstmals Geschosswohnungen in Passivhausbauweise.
  • 2013: Baubeginn für das Aktiv-Stadthaus in der Speicherstraße, das als Pilotprojekt für die Energiewende gilt: Erstmals in Europa entsteht in einem zentral gelegenen Mehrfamilienhaus mehr Energie als die Bewohner für ihren Alltag benötigen.



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